Genealogie Christian Post

Willi Arthur Große

Willy Arthur GroßeAge: 71 years19121984

Name
Willy Arthur Große
Given names
Willy Arthur
Surname
Große
Birth December 13, 1912 45 40
Source: Standesamt
Citation details: Aktenummer: G53
Text:

Gemeinde: Flemmingen

Birth of a sisterHilda Frieda Große
May 10, 1915 (Age 2 years)
Source: Standesamt
Citation details: Aktenummer: 13
Text:

Gemeente: Flemmingen

Historical Event
Polio Epidemic
1916 (Age 3 years)

Note: Over 7,000 deaths and 27,363 cases reported in America's worst polio (infantile paralysis) epidemic - http://goo.gl/ZBEQA1
Historical Event
World War I
between 1917 and November 1918 (Age 4 years)

Note: The United States enters 'The Great War' where more than nine million combatants were killed- http://goo.gl/CElxTx

M4979

Historical Event
Spanish Influenza Epidemic
1918 (Age 5 years)

Note: Spanish Influenza killed over 500,000 people in the United States, and somewhere between 20 and 40 million in what has been cited as the most devastating epidemic in history - http://goo.gl/nYVCtq
Historical Event
The Great Depression
October 1929 (Age 16 years)

Note: The Wall Street Crash sets off the Great Depression, the most severe worldwide economic depression in the 20th century - http://goo.gl/MgHbRM

M4974

Military
Pionier Ersatz Bataillon 14
from 1942 to July 4, 1943 (Age 29 years)
Agency: Stabkompanie
Text:

Erkennungsmarke: -1889- St. Kp. Pi. E. B. 14 Feldpostnummer: 48770 A Dienstgrad: Pionier

Einsatzraum: 16.09.1942-22.09.1942 - Weißenfels 23.09.1942 - Chemnitz

Death of a brotherHugo Otto Große
August 31, 1942 (Age 29 years) Age: 33
Cause: Gesneuveld (Gefallen)
Text:

Gefallen infolge Artilleriegeschoss Volltreffer.

Burial of a brotherHugo Otto Große
September 1942 (Age 29 years)
Text:

Begraafplaats: Deutscher Soldatenfriedhof

Military
404. Division
from July 5, 1943 to September 20, 1943 (Age 30 years)
Agency: Reserve Pionier Bataillon 24 - 1. Kompanie
Text:

Erkennungsmarke: -- Feldpostnummer: 48100 B Dienstgrad: Pionier

Einsatzraum:

Military
404. Division
from September 21, 1943 to September 29, 1943 (Age 30 years)
Agency: Reserve Pionier Bataillon 24 - 3. Kompanie
Text:

Erkennungsmarke: -- Feldpostnummer: 48100 D Dienstgrad: Pionier

Einsatzraum: Wekrkreis IV (Dresden)

Military
154. Reserve Division
from September 30, 1943 to October 1, 1943 (Age 30 years)
Agency: Reserve Pionier Bataillon 24 - 3. Kompanie
Text:

Erkennungsmarke: -- Feldpostnummer: -- Dienstgrad: Pionier

Einsatzraum: Generalgouvernement Zurawice

Military
Pionier Marsch Bataillon 56
from October 2, 1943 to October 3, 1943 (Age 30 years)

Agency: 1. Kompanie
Text:

Erkennungsmarke: -- Einsatzraum: -- Feldpostnummer: -- Dienstgrad: Pionier

Military
137. Infanterie Division
from October 4, 1943 to January 15, 1944 (Age 30 years)
Agency: Pionier Bataillon 44 (motorisiert)
Text:
  1. Kompanie Erkennungsmarke: -- Einsatzraum: -- Feldpostnummer: 23021 Dienstgrad: Pionier

Am 16 januar 1944 verwundet in Channolowo. Granatsplitter rechter Oberschenkel.

Military
Krankensammelstelle "Gatschina"
from January 16, 1944 to December 31, 1944 (Age 31 years)
Text:

Am 16 januar 1944 verwundet in Channolowo. Granatsplitter rechter Oberschenkel.

Military
18. Armee
January 1, 1945 (Age 32 years)
Agency: Pionier Bataillon 44 (motorisiert)
Text:

Regio: Kurland

Stabs Kompanie Erkennungsmarke: -- Einsatzraum: -- Feldpostnummer: -- Dienstgrad: Pionier

Am ?-?-1945 gevangen genomen.

-- Dritte Kurlandschlacht -- Im Dezember setzte Frost ein, der verschlammte Boden gefror und erlaubte erneute Angriffsoperationen. Am 21. Dezember eröffnete um 07:20 Uhr morgens auf einer Breite von 35 km ein Artillerieschlag mit 170.000 Granaten den Angriff der 3. und 4. Stoß-, der 10. Garde-Armee sowie der 42. Armee. Die 3. Kurlandschlacht entwickelte sich an der Nahtstelle zwischen 16. und 18. Armee mit dem Ziel, den Kessel zu teilen und auf Libau vorzustoßen. Im Schwerpunkt verteidigten die 329., 225., 205. und 132. Infanterie-Division. Gegenstöße der 12. Panzer- und der 227. Infanterie-Division blieben erfolglos; die 132. Infanterie-Division konnte ihre Stellungen nicht mehr halten und wich aus. Unter Verlusten von 27.144 Gefallenen, Verwundeten und Vermissten gelang es am 23. Dezember 1944, die sowjetische Offensive zu stoppen. Über Weihnachten schwiegen die Waffen für zwei Tage; am 26. Dezember setzten die Sowjets ihre Offensive fort, zunächst südlich Tukkum, dann auch vor Libau. Bei Džūkste wurden die Stellungen der 19. lettischen SS- Division und der 227. Infanterie-Division überrannt, eilig zusammengezogenen Reserven gelang es, am 27. Dezember die Lage zu stabilisieren. Anfang 1945 standen noch etwa 400.000 Mann unter dem Befehl der Heeresgruppe. Die HKL verlief nun etwa 20 km südlich von Libau nach Osten bis hart südlich von Durbe und Schrunden, von dort an Frauenburg vorbei Richtung Tukkum zum Rigaer Meerbusen. Die 4. Panzer-Division, 32. Infanterie-Division, die abgekämpfte 227., die 218. und die 389. Infanterie-Division sowie die 15. lettische SS-Division wurden über Libau verladen und evakuiert. Am 15. Januar 1945 übergab Generaloberst Schörner die Führung der Heeresgruppe an Generaloberst Rendulic; dieser wurde jedoch nur zehn Tage später von Generaloberst von Vietinghoff abgelöst.

-- Vierte Kurlandschlacht -- Am 24. Januar 1945 eröffnete die Rote Armee mit elf Divisionen die 4. Kurlandschlacht. Die Angriffe beiderseits Prekuln, gefolgt von weiteren Angriffen zwischen Frauenburg und Tukkum zeigten die neue Taktik, an mehreren Stellen gleichzeitig anzugreifen und dadurch die Reserven des Gegners zu verzetteln. Im Schwerpunkt verteidigten die 30. Infanterie-Division und die überwiegend dänische SS-Division „Nordland“. Die Stellungen an der Vartaja mussten aufgegeben werden. Nachdem Eingreifreserven unterwegs waren, brachen weitere Angriffe gegen die 205. und die 215. Infanterie-Division bei Frauenburg sowie die 122. Infanterie-Division hervor. Die heftigen Angriffe erstickten nach Verlusten auf beiden Seiten in Schnee und Schlamm. Am 25. Januar 1945 erhielt die Heeresgruppe die Bezeichnung „Heeresgruppe Kurland“.

-- Fünfte Kurlandschlacht -- Am 20. Februar 1945 zählte die Heeresgruppe noch 352.000 Heeressoldaten, 21.000 Mann der Luftwaffe, 12.000 Mann der Waffen-SS sowie etwa 12.600 Mann des Reichsarbeitsdienstes und etwa 2400 Mann der höheren Stäbe. Lediglich die I. Gruppe des Jagdgeschwaders 54 flog mit ihren Focke-Wulf Fw 190 noch Unterstützungseinsätze für die Bodentruppen. Dessen erfolgreichster Jagdflieger Oberleutnant Otto Kittel war nach 267 Luftsiegen am 14. Februar 1945 gefallen. Die 5. Kurlandschlacht, die am 20. Februar 1945 mit heftigem Trommelfeuer und Schlachtfliegerangriffen begann, brachte den angreifenden 21 sowjetischen Schützendivisionen und 16 Panzerbrigaden trotz schwerster Verluste von 70.000 Mann kein Ergebnis. Lediglich das hart umkämpfte Džūkste ging verloren. Das seit dem 11. März einsetzende Tauwetter verwandelt alle unbefestigten Wege in Schlamm und hemmte jede Bewegung. Anfang März wurde die deutsche Zivilverwaltung in Kurland aufgelöst und die selbständige Republik Lettland ausgerufen.

-- Sechste Kurlandschlacht -- Am 10. März 1945 übernahm Generaloberst Rendulic erneut die Heeresgruppe, übergab jedoch bereits fünf Tage später das Kommando an Generalleutnant Hilpert, dem Befehlshaber der 16. Armee, der die Heeresgruppe bis zur Kapitulation führte. Am 18. März 1945 traten die sowjetischen Truppen zur 6. Kurlandschlacht an, um Frauenburg und Libau zu nehmen. Auch diese Schlacht wurde am 31. März ergebnislos abgebrochen. Am 12. März 1945 wurde den Soldaten der Heeresgruppe das Ärmelband Kurland als Kampfauszeichnung verliehen.

-- Kapitulation -- Als am 8. Mai 1945 die Heeresgruppe Kurland im Rahmen der Gesamtkapitulation der deutschen Streitkräfte die Waffen niederlegte, verließen auch die letzten fünf Schiffsgeleitzüge den Hafen Libau, begleitet von den letzten Jagdflugzeugen des JG 54. Mit den letzten Transporten gelangten trotz russischer Luftangriffe noch etwa 27.700 Mann nach Deutschland. Kurz zuvor hatte jede Division noch 125 Mann für den letzten Transport nach Deutschland melden können, und die angeschlagene 14. Panzerdivision sowie die 11. Infanteriedivision wurden fast vollständig evakuiert.

Historical Event
World War II
between December 1941 and August 1945 (Age 28 years)

Note: The United States enters World War II after the attack at Pearl Harbor, a global war that involved the vast majority of the world's nations and including all of the great powers - http://goo.gl/QfFDwG

M4973

Biografie
Aus östlichem Gewahrsam gekommen.
October 28, 1949 (Age 36 years)
Text:

-- Geschichte -- 1946 wurde die Stadtverwaltung Frankfurt (Oder) von der Provinzialverwaltung und der Zentralverwaltung für deutsche Umsiedler beauftragt, ein Lager für die aus der Kriegsgefangenschaft der Sowjetunion zurückkehrenden Soldaten einzurichten. Die Nähe zum Gut Gronenfeld gab dem Lager seinen Namen. Bereits 1942 hatte das Reichsinnenministerium hier ein Lager für Fremdarbeiter errichten lassen. Nach dem Krieg nutzen die sowjetischen Truppen das Lager zuerst als Sammellager für Kriegsgefangene und ab dem 29. April 1946 als Quarantänelager.

Im März 1946 wurde für das Lager durch das Sozialamt Frankfurts die Einstellung von Personal vorgenommen, das Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten im Lager vornehmen sollte.

Der Bericht über eine Besichtigung des Lagers am 9. Mai 1946 macht den schlechten Zustand des Lagers deutlich. Die Fenster der Baracken waren zerbrochen oder fehlten, ebenso die Türen. Die Dächer waren undicht, und es gab kein fließendes Wasser.

Mitte April 1946 wurde eine eigene Lagerverwaltung bestimmt, die der Provinzialverwaltung Brandenburg unterstellt und von Frankfurt beaufsichtigt wurde. Lagerleiter wurde Max Homann.

Am 27. Juli 1946 erreichten die ersten Heimkehrer das Lager, welches inzwischen weitgehend instandgesetzt worden war. In Frankfurt angekommen, wurden die Männer entweder in der Hornkaserne oder im Lager Gronenfelde von Mitgliedern der SED begrüßt und auf die neue Situation Deutschlands vorbereitet. Später übernahmen auch andere Parteien diese Funktion. Vom Lager wurden die Männer, abhängig von ihrem Wohnort, weitergeleitet. Medizinisch standen neun Ärzte, 30 Krankenschwestern und sechs Sanitäter zur Verfügung. Die ersten Transporte kamen vor allem aus Ungarn, Polen und Rumänien, erst später aus der Sowjetunion. Als die ersten Transporte aus der Sowjetunion eintrafen, gab es eine Veränderung des Ablaufs. Bis dahin waren die Männer direkt im Lager Gronenfelde angekommen. Jetzt wurden sie zuvor im Lager Hornkaserne, Bezeichnung Kriegsgefangenenlager 69 Frankfurt Oder, aufgenommen, wo sie entlaust wurden und sich waschen konnten. Über die dortige Behandlung durch die deutsche Lagerpolizei gab es wiederholt Beschwerden. So tauschten sie, unter dem Vorwand, in Gronenfelde würden ihnen alle Rubel abgenommen, Geld zu schlechten Kursen um, stahlen Geld und tauschten gute Kleidung der Heimkehrer gegen verschlissene aus. Am nächsten Tag wurden sie ins drei Kilometer entfernte Lager Gronenfelde geschickt, wo der weitere Transport organisiert werden konnte. Das Lager tauschte die mitgebrachten Rubel im Verhältnis 1 Rubel für 2 Reichsmark um, nach der Währungsreform der Sowjetunion ab dem 1. April 1948 erhielten die Männer 0,63 RM pro Rubel. Die Presse berichtete am 25. September 1946 ausführlich vom Lager, als der 120.000. Gefangene das Lager passierte. Auch hatten sich Vertreter von Behörden, Parteien und Gewerkschaften dazu eingefunden. Am 27. September 1946 trafen die ersten zivilen Gefangenen aus der Sowjetunion im Lager ein. Bis 1947 wurden Verstorbene auf dem Nuhnen-Friedhof bestattet, danach auf dem Stadtfriedhof Frankfurts. Um die Krankenhäuser Frankfurts zu entlasten, wurden ab dem 10. September 1946 zweimal pro Woche Lazarettzüge eingesetzt, welche Kranke in Richtung ihrer Heimat transportierten. Der erste Zug transportierte 689 Kranke, drei Ärzte, zehn Sanitäter und 18 Schwestern. Vom Juli bis zum Dezember 1946 starben 492 Heimkehrer in Frankfurt. Das Hauptpostamt Frankfurts eröffnete 1947 eine Poststelle im Lager, welche ein Jahr darauf noch erweitert wurde. Damit bestand die Möglichkeit, an drei Schaltern Telegramme abzuschicken und zwei Telefonapparate zu nutzen. Die Beförderung von Postkarten war dabei kostenlos. Um die medizinischen Kapazitäten des Lagers zu erweitern, wurde am 17. Juli 1947 zwischen dem brandenburgischen Ministerium für Arbeit und Soziales und der Stadt Frankfurt ein Vertrag zur Übernahme des städtischen Behelfskrankenhauses Westkreuz in der Breiten Straße 24, heute Rosa-Luxemburg-Str., geschlossen.

Am 27. Juli 1947 wurde das einjährige Bestehen des Lagers gefeiert, dazu hielt der Intendant des Stadttheaters Assmuss auf einer Kundgebung die Eröffnungsrede. Weiterhin sprachen der Oberbürgermeister Wegener und der Bürgermeister Frankfurts Jentsch und andere. Am 26. Oktober 1947 wurde mit Rudi Ohme der 300.000. Heimkehrer durch das Lager geleitet, was für eine Kundgebung im Lager genutzt wurde. Eine Personalaufstellung vom 19. September 1947 gab 67 Angestellte für das eigentliche Lager an, davon einen Arzt und zwei Sanitäter. Weiterhin gab es in der Sanitätsstation Westkreuz 39 Angestellte, darunter zwei Ärzte sowie das Transportpersonal mit 34 Angestellten, davon vier Ärzte. Hinzu kamen noch einige Mitarbeiter, die nicht direkt der Lagerverwaltung unterstanden. Im Winter des Jahres '47 kam es zu einem kritischen Brennholzmangel. Die Situation war wohl durch mangelnde Initiative der Lagerleitung verursacht worden. Landesminister Schwob schrieb am 17. Dezember 1947 an den Frankfurter Oberbürgermeister: Bezeichnend ist, dass es allen anderen Lagern gelungen ist, ausreichend Vorräte an Holz heranzuschaffen, und dass nur allein Gronenfelde dies nicht erreicht hat. Es bleibt daher nur übrig anzunehmen, dass der Lagerleiter nicht die Entschlußkraft besitzt, schwierige Situationen zu meistern.

Am 27. Januar 1948 brach in der Geschäftszimmerbaracke ein Brand aus, der durch die Feuerwehr gelöscht werden musste. Dabei wurde der illegale Waffenbesitz des Lagerleiters Vogel offenbar, der daraufhin sofort entlassen wurde, und der bis dahin stellvertretende Leiter Rösch wurde zum kommissarischen Leiter bestimmt. In dem Winter machte sich auch ein Mangel an Heizmaterial bemerkbar. Ab dem 1. April 1948 wurde Bernhard Janke, bisher politischer Instrukteur des Lagers, zum Lagerleiter ernannt. Im Sommer 1948 führte ein Wanderkino drei Monate lang im Lager Filme vor. Ab dem Sommer 1948 wurden die Einwohner Brandenburgs, Berlins, Mecklenburgs, Sachsens und Sachsen-Anhalts direkt nach Hause geschickt statt über ein weiteres Lager. Daher errichtete das Reichsbahnamt 7 eine Fahrkartenausgabe ein. Die Finanzierung der Fahrkarten erfolgte durch die einzelnen Länder.

Die Gesundheitssituation der Heimkehrenden besserte sich im Verlauf der Jahre deutlich. 1947 waren etwa 70 Prozent krank, 1948 nur noch 12 Prozent. Auch die Notwendigkeit zur Einweisung in ein Krankenhaus war gesunken; 1947 waren es 0,5 Prozent, 1948 0,33. Durch diese verbesserte Situation wurde eine Entlastung der Sanitätsstationen und Krankenhäuser spürbar. Daher konnte der Rat der Stadt Frankfurts am 18. Mai 1948 die Sanitätsstation Westkreuz übernehmen.

Ankunft im Lager (1948) Im 4. Quartal 1948 sank die Zahl der durch das Lager geleiteten Menschen stark, und im Januar und Februar 1949 blieben die Transporte vollständig aus. Ende März 1949 stiegen die Transporte dann schlagartig wieder an und verlangten die Durchschleusung von 31.000 Menschen innerhalb von zehn Tagen. Ebenfalls Anfang 1949 wurde Herr Ziegelsdorff Leiter des Lagers, der aber am 7. September desselben Jahres entlassen wurde und am 12. September 1949 durch Ernst Schäfer ersetzt. Am 27. März 1949 gab es einen kleineren Brand, der durch einen Ofen ausgelöst wurde. Der Schaden war aber gering. Im September 1948 wurde ein Geschäft im Lager errichtet. Aufgrund der stetig wachsenden Nachfrage wurde 1949 zusätzlich ein Laden der HO eröffnet. Am 13. April 1949 traf im Lager Gronenfelde der erste Transport Vertriebener aus den jetzt polnischen Gebieten ein. Ab September 1949 wurde begonnen, die bis dahin geführten Registrierlisten in eine Kartei zu überführen, um so einen besseren Zugriff auf die Daten zu haben. Im Dezember 1949 wurde der größte Durchgang von Gefangenen, ca. 95.000, verzeichnet. Im Januar 1950 kamen die letzten Transporte aus Brest nach Frankfurt mit etwa 18.000 Heimkehrern und Zivilinternierten.

Nach dem Ende dieser Transporte wurde das Lager ab Februar 1950 auf die Durchleitung von Umsiedlern aus Polen im Rahmen der Familienzusammenführung umgestellt. Primär sollten dafür allerdings die Lager in Wolfen und Fürstenwalde genutzt werden. Am 20. Februar 1950 kamen die ersten Umsiedlertransporte aus Polen an. Ende März 1950 wurden neue Kriegsgefangenentransporte aus der Sowjetunion angekündigt. Der Lagerleiter Ernst Schäfer trat 1950 zurück und wurde am 15. April von Erich Slupik ersetzt. Am 3. Mai 1950 passierte der letzte Heimkehrertransport Gronenfelde. Am 6. Mai 1950 wurde vom Berliner Rundfunk aufgrund einer Information der sowjetischen Nachrichtenagentur Tass das Ende der Rückführungen mitgeteilt. Daher wurde der Stadtverwaltung Frankfurt am 15. August 1950 das Lager übergeben, womit die Geschichte des Lagers endete.

Death of a fatherEmil Hugo Große
March 14, 195100:00 (Age 38 years) Age: 83
Cause: Hartverlamming
Source: Standesamt
Citation details: Aktenummer: C 134
Text:

Standesamt: Naumburg (Saale) Plaats: Altenburg an der Saale Gemeente: Flemmingen

Aangever: Willy Große | Maurer | Naumburg (Saale) (zoon van de overledene)

Historical Event
Korean War
between 1950 and 1953 (Age 37 years)

Note: The Korean War was a war between the Republic of Korea (South Korea), supported by the United Nations, and the Democratic People's Republic of Korea (North Korea), at one time supported by the People's Republic of China and the Soviet Union.
Death of a sisterIda Linna “Lina” Große
July 8, 195610:15 (Age 43 years) Age: 50
Address: Canovastraße 9
Source: Standesamt
Citation details: Aktenummer: 1393
Text:

Standesamt: Tempelhof-Schöneberg Overleden in het Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum.

Burial of a sisterIda Linna “Lina” Große
July 1956 (Age 43 years)
Address: Bergmannstraße 39-41
Source: Privé
Text:

Begraafplaats: Dreifaltigkeitsfriedhof II

Death of a motherCharlotte Ida Schönewerk
July 8, 196001:15 (Age 47 years) Age: 88
Source: Standesamt
Citation details: Aktenummer: 419
Text:

Standesamt: Naumburg (Saale)

Aangever: Marie Graul | Naumburg (Saale)

Death of a brotherKarl Kurt Große
February 15, 197014:15 (Age 57 years) Age: 68
Source: Standesamt
Citation details: Aktenummer: 11
Text:

Standesamt: Deuben

Death of a sisterElsa Martha Große
June 2, 1977 (Age 64 years) Age: 66
Source: Standesamt
Citation details: Aktenummer: 333
Text:

Standesamt: Naumburg (Saale)

Burial of a sisterElsa Martha Große
June 1977 (Age 64 years)
Address: Friedhofsweg
Source: Privé
Text:

Begraafplaats: Friedhof

Death September 9, 198415:30 (Age 71 years) Age: 71
Source: Standesamt
Citation details: Aktenummer: 445
Text:

Standesamt: Naumburg (Saale)

Burial September 1984 (Age 71 years)
Address: Friedhofsweg
Source: Privé
Text:

Begraafplaats: Friedhof

Family with parents - View this family
father
mother
Marriage: April 3, 1892Altenburg, Naumburg (Saale), Merseburg, Sachsen, Preußen
1 month
elder brother
Carl Hugo Große
Birth: May 2, 1892 25 19Altenburg, Naumburg (Saale), Merseburg, Sachsen, Preußen
Death: January 19, 1988Wolfen, Halle, Deutsche Demokratische Republik
8 years
elder sister
Marie Ida “Ida” Große
Birth: December 13, 1899 32 27Altenburg, Naumburg (Saale), Merseburg, Sachsen, Preußen
Death: July 28, 1988Naumburg (Saale), Halle, Deutsche Demokratische Republik
15 months
elder brother
Karl Kurt Große
Birth: March 25, 1901 34 28Altenburg, Naumburg (Saale), Merseburg, Sachsen, Preußen
Death: February 15, 1970Trebnitz, Halle, Deutsche Demokratische Republik
5 years
elder sister
Ida Linna “Lina” Große
Birth: May 2, 1906 39 33Naumburg (Saale), Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt, Duitsland
Death: July 8, 1956Schöneberg, Tempelhof-Schöneberg, Berlin, Duitsland
3 years
elder brother
Hugo Otto Große
Birth: March 20, 1909 41 36Naumburg (Saale), Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt, Duitsland
Death: August 31, 1942Durakovo, Tver, Central Federal District, Rusland
2 years
elder sister
Elsa Martha Große
Birth: March 29, 1911 44 38Naumburg (Saale), Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt, Duitsland
Death: June 2, 1977Naumburg (Saale), Halle, Deutsche Demokratische Republik
21 months
himself
Willi Arthur GroßeWilly Arthur Große
Birth: December 13, 1912 45 40Altenburg, Naumburg (Saale), Merseburg, Sachsen, Preußen
Death: September 9, 1984Naumburg (Saale), Halle, Deutsche Demokratische Republik
2 years
younger sister
Hilda Frieda Große
Birth: May 10, 1915 48 42Altenburg, Naumburg (Saale), Merseburg, Sachsen, Preußen
Death: January 3, 1986Naumburg (Saale), Halle, Deutsche Demokratische Republik
Family with Rosa Gertrud “Gertrud” Kotte - View this family
himself
Willi Arthur GroßeWilly Arthur Große
Birth: December 13, 1912 45 40Altenburg, Naumburg (Saale), Merseburg, Sachsen, Preußen
Death: September 9, 1984Naumburg (Saale), Halle, Deutsche Demokratische Republik
wife
daughter
Brigitte Ida Rosa Große
daughter
Rosmarie Gertrud Große
son
Wilfried Franz Hugo Große

BirthStandesamt
Citation details: Aktenummer: G53
Text:

Gemeinde: Flemmingen

MilitaryDeutsche Dienststelle
Text:

Erkennungsmarke: -1889- St. Kp. Pi. E. B. 14 Feldpostnummer: 48770 A Dienstgrad: Pionier

Einsatzraum: 16.09.1942-22.09.1942 - Weißenfels 23.09.1942 - Chemnitz

MilitaryDeutsche Dienststelle
Text:

Erkennungsmarke: -- Feldpostnummer: 48100 B Dienstgrad: Pionier

Einsatzraum:

MilitaryDeutsche Dienststelle
Text:

Erkennungsmarke: -- Feldpostnummer: 48100 D Dienstgrad: Pionier

Einsatzraum: Wekrkreis IV (Dresden)

MilitaryDeutsche Dienststelle
Text:

Erkennungsmarke: -- Feldpostnummer: -- Dienstgrad: Pionier

Einsatzraum: Generalgouvernement Zurawice

MilitaryDeutsche Dienststelle
Text:

Erkennungsmarke: -- Einsatzraum: -- Feldpostnummer: -- Dienstgrad: Pionier

MilitaryDeutsche Dienststelle
Text:
  1. Kompanie Erkennungsmarke: -- Einsatzraum: -- Feldpostnummer: 23021 Dienstgrad: Pionier

Am 16 januar 1944 verwundet in Channolowo. Granatsplitter rechter Oberschenkel.

MilitaryDeutsche Dienststelle
Text:

Am 16 januar 1944 verwundet in Channolowo. Granatsplitter rechter Oberschenkel.

MilitaryDeutsche Dienststelle
Text:

Regio: Kurland

Stabs Kompanie Erkennungsmarke: -- Einsatzraum: -- Feldpostnummer: -- Dienstgrad: Pionier

Am ?-?-1945 gevangen genomen.

-- Dritte Kurlandschlacht -- Im Dezember setzte Frost ein, der verschlammte Boden gefror und erlaubte erneute Angriffsoperationen. Am 21. Dezember eröffnete um 07:20 Uhr morgens auf einer Breite von 35 km ein Artillerieschlag mit 170.000 Granaten den Angriff der 3. und 4. Stoß-, der 10. Garde-Armee sowie der 42. Armee. Die 3. Kurlandschlacht entwickelte sich an der Nahtstelle zwischen 16. und 18. Armee mit dem Ziel, den Kessel zu teilen und auf Libau vorzustoßen. Im Schwerpunkt verteidigten die 329., 225., 205. und 132. Infanterie-Division. Gegenstöße der 12. Panzer- und der 227. Infanterie-Division blieben erfolglos; die 132. Infanterie-Division konnte ihre Stellungen nicht mehr halten und wich aus. Unter Verlusten von 27.144 Gefallenen, Verwundeten und Vermissten gelang es am 23. Dezember 1944, die sowjetische Offensive zu stoppen. Über Weihnachten schwiegen die Waffen für zwei Tage; am 26. Dezember setzten die Sowjets ihre Offensive fort, zunächst südlich Tukkum, dann auch vor Libau. Bei Džūkste wurden die Stellungen der 19. lettischen SS- Division und der 227. Infanterie-Division überrannt, eilig zusammengezogenen Reserven gelang es, am 27. Dezember die Lage zu stabilisieren. Anfang 1945 standen noch etwa 400.000 Mann unter dem Befehl der Heeresgruppe. Die HKL verlief nun etwa 20 km südlich von Libau nach Osten bis hart südlich von Durbe und Schrunden, von dort an Frauenburg vorbei Richtung Tukkum zum Rigaer Meerbusen. Die 4. Panzer-Division, 32. Infanterie-Division, die abgekämpfte 227., die 218. und die 389. Infanterie-Division sowie die 15. lettische SS-Division wurden über Libau verladen und evakuiert. Am 15. Januar 1945 übergab Generaloberst Schörner die Führung der Heeresgruppe an Generaloberst Rendulic; dieser wurde jedoch nur zehn Tage später von Generaloberst von Vietinghoff abgelöst.

-- Vierte Kurlandschlacht -- Am 24. Januar 1945 eröffnete die Rote Armee mit elf Divisionen die 4. Kurlandschlacht. Die Angriffe beiderseits Prekuln, gefolgt von weiteren Angriffen zwischen Frauenburg und Tukkum zeigten die neue Taktik, an mehreren Stellen gleichzeitig anzugreifen und dadurch die Reserven des Gegners zu verzetteln. Im Schwerpunkt verteidigten die 30. Infanterie-Division und die überwiegend dänische SS-Division „Nordland“. Die Stellungen an der Vartaja mussten aufgegeben werden. Nachdem Eingreifreserven unterwegs waren, brachen weitere Angriffe gegen die 205. und die 215. Infanterie-Division bei Frauenburg sowie die 122. Infanterie-Division hervor. Die heftigen Angriffe erstickten nach Verlusten auf beiden Seiten in Schnee und Schlamm. Am 25. Januar 1945 erhielt die Heeresgruppe die Bezeichnung „Heeresgruppe Kurland“.

-- Fünfte Kurlandschlacht -- Am 20. Februar 1945 zählte die Heeresgruppe noch 352.000 Heeressoldaten, 21.000 Mann der Luftwaffe, 12.000 Mann der Waffen-SS sowie etwa 12.600 Mann des Reichsarbeitsdienstes und etwa 2400 Mann der höheren Stäbe. Lediglich die I. Gruppe des Jagdgeschwaders 54 flog mit ihren Focke-Wulf Fw 190 noch Unterstützungseinsätze für die Bodentruppen. Dessen erfolgreichster Jagdflieger Oberleutnant Otto Kittel war nach 267 Luftsiegen am 14. Februar 1945 gefallen. Die 5. Kurlandschlacht, die am 20. Februar 1945 mit heftigem Trommelfeuer und Schlachtfliegerangriffen begann, brachte den angreifenden 21 sowjetischen Schützendivisionen und 16 Panzerbrigaden trotz schwerster Verluste von 70.000 Mann kein Ergebnis. Lediglich das hart umkämpfte Džūkste ging verloren. Das seit dem 11. März einsetzende Tauwetter verwandelt alle unbefestigten Wege in Schlamm und hemmte jede Bewegung. Anfang März wurde die deutsche Zivilverwaltung in Kurland aufgelöst und die selbständige Republik Lettland ausgerufen.

-- Sechste Kurlandschlacht -- Am 10. März 1945 übernahm Generaloberst Rendulic erneut die Heeresgruppe, übergab jedoch bereits fünf Tage später das Kommando an Generalleutnant Hilpert, dem Befehlshaber der 16. Armee, der die Heeresgruppe bis zur Kapitulation führte. Am 18. März 1945 traten die sowjetischen Truppen zur 6. Kurlandschlacht an, um Frauenburg und Libau zu nehmen. Auch diese Schlacht wurde am 31. März ergebnislos abgebrochen. Am 12. März 1945 wurde den Soldaten der Heeresgruppe das Ärmelband Kurland als Kampfauszeichnung verliehen.

-- Kapitulation -- Als am 8. Mai 1945 die Heeresgruppe Kurland im Rahmen der Gesamtkapitulation der deutschen Streitkräfte die Waffen niederlegte, verließen auch die letzten fünf Schiffsgeleitzüge den Hafen Libau, begleitet von den letzten Jagdflugzeugen des JG 54. Mit den letzten Transporten gelangten trotz russischer Luftangriffe noch etwa 27.700 Mann nach Deutschland. Kurz zuvor hatte jede Division noch 125 Mann für den letzten Transport nach Deutschland melden können, und die angeschlagene 14. Panzerdivision sowie die 11. Infanteriedivision wurden fast vollständig evakuiert.

BiografieDeutsche Dienststelle
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-- Geschichte -- 1946 wurde die Stadtverwaltung Frankfurt (Oder) von der Provinzialverwaltung und der Zentralverwaltung für deutsche Umsiedler beauftragt, ein Lager für die aus der Kriegsgefangenschaft der Sowjetunion zurückkehrenden Soldaten einzurichten. Die Nähe zum Gut Gronenfeld gab dem Lager seinen Namen. Bereits 1942 hatte das Reichsinnenministerium hier ein Lager für Fremdarbeiter errichten lassen. Nach dem Krieg nutzen die sowjetischen Truppen das Lager zuerst als Sammellager für Kriegsgefangene und ab dem 29. April 1946 als Quarantänelager.

Im März 1946 wurde für das Lager durch das Sozialamt Frankfurts die Einstellung von Personal vorgenommen, das Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten im Lager vornehmen sollte.

Der Bericht über eine Besichtigung des Lagers am 9. Mai 1946 macht den schlechten Zustand des Lagers deutlich. Die Fenster der Baracken waren zerbrochen oder fehlten, ebenso die Türen. Die Dächer waren undicht, und es gab kein fließendes Wasser.

Mitte April 1946 wurde eine eigene Lagerverwaltung bestimmt, die der Provinzialverwaltung Brandenburg unterstellt und von Frankfurt beaufsichtigt wurde. Lagerleiter wurde Max Homann.

Am 27. Juli 1946 erreichten die ersten Heimkehrer das Lager, welches inzwischen weitgehend instandgesetzt worden war. In Frankfurt angekommen, wurden die Männer entweder in der Hornkaserne oder im Lager Gronenfelde von Mitgliedern der SED begrüßt und auf die neue Situation Deutschlands vorbereitet. Später übernahmen auch andere Parteien diese Funktion. Vom Lager wurden die Männer, abhängig von ihrem Wohnort, weitergeleitet. Medizinisch standen neun Ärzte, 30 Krankenschwestern und sechs Sanitäter zur Verfügung. Die ersten Transporte kamen vor allem aus Ungarn, Polen und Rumänien, erst später aus der Sowjetunion. Als die ersten Transporte aus der Sowjetunion eintrafen, gab es eine Veränderung des Ablaufs. Bis dahin waren die Männer direkt im Lager Gronenfelde angekommen. Jetzt wurden sie zuvor im Lager Hornkaserne, Bezeichnung Kriegsgefangenenlager 69 Frankfurt Oder, aufgenommen, wo sie entlaust wurden und sich waschen konnten. Über die dortige Behandlung durch die deutsche Lagerpolizei gab es wiederholt Beschwerden. So tauschten sie, unter dem Vorwand, in Gronenfelde würden ihnen alle Rubel abgenommen, Geld zu schlechten Kursen um, stahlen Geld und tauschten gute Kleidung der Heimkehrer gegen verschlissene aus. Am nächsten Tag wurden sie ins drei Kilometer entfernte Lager Gronenfelde geschickt, wo der weitere Transport organisiert werden konnte. Das Lager tauschte die mitgebrachten Rubel im Verhältnis 1 Rubel für 2 Reichsmark um, nach der Währungsreform der Sowjetunion ab dem 1. April 1948 erhielten die Männer 0,63 RM pro Rubel. Die Presse berichtete am 25. September 1946 ausführlich vom Lager, als der 120.000. Gefangene das Lager passierte. Auch hatten sich Vertreter von Behörden, Parteien und Gewerkschaften dazu eingefunden. Am 27. September 1946 trafen die ersten zivilen Gefangenen aus der Sowjetunion im Lager ein. Bis 1947 wurden Verstorbene auf dem Nuhnen-Friedhof bestattet, danach auf dem Stadtfriedhof Frankfurts. Um die Krankenhäuser Frankfurts zu entlasten, wurden ab dem 10. September 1946 zweimal pro Woche Lazarettzüge eingesetzt, welche Kranke in Richtung ihrer Heimat transportierten. Der erste Zug transportierte 689 Kranke, drei Ärzte, zehn Sanitäter und 18 Schwestern. Vom Juli bis zum Dezember 1946 starben 492 Heimkehrer in Frankfurt. Das Hauptpostamt Frankfurts eröffnete 1947 eine Poststelle im Lager, welche ein Jahr darauf noch erweitert wurde. Damit bestand die Möglichkeit, an drei Schaltern Telegramme abzuschicken und zwei Telefonapparate zu nutzen. Die Beförderung von Postkarten war dabei kostenlos. Um die medizinischen Kapazitäten des Lagers zu erweitern, wurde am 17. Juli 1947 zwischen dem brandenburgischen Ministerium für Arbeit und Soziales und der Stadt Frankfurt ein Vertrag zur Übernahme des städtischen Behelfskrankenhauses Westkreuz in der Breiten Straße 24, heute Rosa-Luxemburg-Str., geschlossen.

Am 27. Juli 1947 wurde das einjährige Bestehen des Lagers gefeiert, dazu hielt der Intendant des Stadttheaters Assmuss auf einer Kundgebung die Eröffnungsrede. Weiterhin sprachen der Oberbürgermeister Wegener und der Bürgermeister Frankfurts Jentsch und andere. Am 26. Oktober 1947 wurde mit Rudi Ohme der 300.000. Heimkehrer durch das Lager geleitet, was für eine Kundgebung im Lager genutzt wurde. Eine Personalaufstellung vom 19. September 1947 gab 67 Angestellte für das eigentliche Lager an, davon einen Arzt und zwei Sanitäter. Weiterhin gab es in der Sanitätsstation Westkreuz 39 Angestellte, darunter zwei Ärzte sowie das Transportpersonal mit 34 Angestellten, davon vier Ärzte. Hinzu kamen noch einige Mitarbeiter, die nicht direkt der Lagerverwaltung unterstanden. Im Winter des Jahres '47 kam es zu einem kritischen Brennholzmangel. Die Situation war wohl durch mangelnde Initiative der Lagerleitung verursacht worden. Landesminister Schwob schrieb am 17. Dezember 1947 an den Frankfurter Oberbürgermeister: Bezeichnend ist, dass es allen anderen Lagern gelungen ist, ausreichend Vorräte an Holz heranzuschaffen, und dass nur allein Gronenfelde dies nicht erreicht hat. Es bleibt daher nur übrig anzunehmen, dass der Lagerleiter nicht die Entschlußkraft besitzt, schwierige Situationen zu meistern.

Am 27. Januar 1948 brach in der Geschäftszimmerbaracke ein Brand aus, der durch die Feuerwehr gelöscht werden musste. Dabei wurde der illegale Waffenbesitz des Lagerleiters Vogel offenbar, der daraufhin sofort entlassen wurde, und der bis dahin stellvertretende Leiter Rösch wurde zum kommissarischen Leiter bestimmt. In dem Winter machte sich auch ein Mangel an Heizmaterial bemerkbar. Ab dem 1. April 1948 wurde Bernhard Janke, bisher politischer Instrukteur des Lagers, zum Lagerleiter ernannt. Im Sommer 1948 führte ein Wanderkino drei Monate lang im Lager Filme vor. Ab dem Sommer 1948 wurden die Einwohner Brandenburgs, Berlins, Mecklenburgs, Sachsens und Sachsen-Anhalts direkt nach Hause geschickt statt über ein weiteres Lager. Daher errichtete das Reichsbahnamt 7 eine Fahrkartenausgabe ein. Die Finanzierung der Fahrkarten erfolgte durch die einzelnen Länder.

Die Gesundheitssituation der Heimkehrenden besserte sich im Verlauf der Jahre deutlich. 1947 waren etwa 70 Prozent krank, 1948 nur noch 12 Prozent. Auch die Notwendigkeit zur Einweisung in ein Krankenhaus war gesunken; 1947 waren es 0,5 Prozent, 1948 0,33. Durch diese verbesserte Situation wurde eine Entlastung der Sanitätsstationen und Krankenhäuser spürbar. Daher konnte der Rat der Stadt Frankfurts am 18. Mai 1948 die Sanitätsstation Westkreuz übernehmen.

Ankunft im Lager (1948) Im 4. Quartal 1948 sank die Zahl der durch das Lager geleiteten Menschen stark, und im Januar und Februar 1949 blieben die Transporte vollständig aus. Ende März 1949 stiegen die Transporte dann schlagartig wieder an und verlangten die Durchschleusung von 31.000 Menschen innerhalb von zehn Tagen. Ebenfalls Anfang 1949 wurde Herr Ziegelsdorff Leiter des Lagers, der aber am 7. September desselben Jahres entlassen wurde und am 12. September 1949 durch Ernst Schäfer ersetzt. Am 27. März 1949 gab es einen kleineren Brand, der durch einen Ofen ausgelöst wurde. Der Schaden war aber gering. Im September 1948 wurde ein Geschäft im Lager errichtet. Aufgrund der stetig wachsenden Nachfrage wurde 1949 zusätzlich ein Laden der HO eröffnet. Am 13. April 1949 traf im Lager Gronenfelde der erste Transport Vertriebener aus den jetzt polnischen Gebieten ein. Ab September 1949 wurde begonnen, die bis dahin geführten Registrierlisten in eine Kartei zu überführen, um so einen besseren Zugriff auf die Daten zu haben. Im Dezember 1949 wurde der größte Durchgang von Gefangenen, ca. 95.000, verzeichnet. Im Januar 1950 kamen die letzten Transporte aus Brest nach Frankfurt mit etwa 18.000 Heimkehrern und Zivilinternierten.

Nach dem Ende dieser Transporte wurde das Lager ab Februar 1950 auf die Durchleitung von Umsiedlern aus Polen im Rahmen der Familienzusammenführung umgestellt. Primär sollten dafür allerdings die Lager in Wolfen und Fürstenwalde genutzt werden. Am 20. Februar 1950 kamen die ersten Umsiedlertransporte aus Polen an. Ende März 1950 wurden neue Kriegsgefangenentransporte aus der Sowjetunion angekündigt. Der Lagerleiter Ernst Schäfer trat 1950 zurück und wurde am 15. April von Erich Slupik ersetzt. Am 3. Mai 1950 passierte der letzte Heimkehrertransport Gronenfelde. Am 6. Mai 1950 wurde vom Berliner Rundfunk aufgrund einer Information der sowjetischen Nachrichtenagentur Tass das Ende der Rückführungen mitgeteilt. Daher wurde der Stadtverwaltung Frankfurt am 15. August 1950 das Lager übergeben, womit die Geschichte des Lagers endete.

DeathStandesamt
Citation details: Aktenummer: 445
Text:

Standesamt: Naumburg (Saale)

BurialPrivé
Text:

Begraafplaats: Friedhof